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Überweisungen

29.04.2024
Ausgabe 3/2024
1 min. Lesedauer

Bisher konnten histopathologische Untersuchungen der EBM-Abschnitte 1.7, 19.3 und 19.4 je nach Untersuchung mit Muster 6 oder Muster 10 veranlasst werden. KBV und Krankenkassen haben jetzt klargestellt, dass alle Materialeinsendungen für in-vitro-diagnostische Untersuchungen nach den Abschnitten 1.7 und 30.12.2 EBM sowie nach den Kapiteln 11, 19 und 32 EBM als Auftragsleistungen einheitlich mit Muster 10 beauftragt werden.

Vertragsarztrecht

29.04.2024
Ausgabe 3/2024
4 min. Lesedauer

Das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg hat im November 2023 im Fall einer Wirtschaftlichkeitsprüfung wegen einer Überschreitung des Richtgrößenvolumens entschieden. Dieses Urteil ist besonders hilfreich, weil es ausdrückliche Hinweise enthält, was arztseitig sinnvollerweise im Fall eines Wirtschaftlichkeitsprüfungsverfahrens vorgetragen werden sollte. Auch wenn sich das Urteil auf den Fall einer Hausarztpraxis bezieht, so sind die ableitbaren Praxistipps für jede Vertragsarztpraxis eine hilfreiche Orientierung (Urteil vom 15.11.2023, Az. L 5 KA 3043/21).

Kongress der EAU

29.04.2024
Ausgabe 3/2024
2 min. Lesedauer

Eine einfache Blutuntersuchung alle fünf Jahre reicht aus, um Männer mit geringem Risiko auf Prostatakrebs zu untersuchen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen. An der deutschen Studie, die am 06.04.2024 auf dem Kongress der European Association of Urology (EAU) in Paris vorgestellt wurde, nahmen über 12.500 Männer im Alter zwischen 45 und 50 Jahren teil, die auch in die laufende PROBASE-Studie eingeschlossen sind. PROBASE rekrutiert Männer im Alter von 45 Jahren und teilt sie auf der Grundlage ihres ersten PSA-Tests in drei Gruppen ein. Männer mit einem PSA-Wert von unter 1,5 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) gelten als Männer mit geringem Risiko und werden nach fünf Jahren einem zweiten Test unterzogen. Männer mit einem PSA-Wert zwischen 1,5 und 3 ng/ml gelten als Männer mit mittlerem Risiko und werden nach zwei Jahren erneut untersucht. Männer mit einem PSA-Wert von mehr als 3 ng/ml gelten als Hochrisikogruppe und erhalten einen MRT-Scan und eine Biopsie. Von den mehr als 20.000 Männern, die für die Studie rekrutiert und als Männer mit geringem Risiko eingestuft wurden, haben 12.517 nun ihren zweiten PSA-Test im Alter von 50 Jahren erhalten. Die Forscher fanden heraus, dass nur 1,2 % von ihnen (insgesamt 146) hohe PSA-Werte (über 3 ng/ml) aufwiesen und zur MRT und Biopsie überwiesen wurden. Nur bei 16 dieser Männer wurde anschließend Krebs festgestellt – das sind nur 0,13 % der Gesamtkohorte. Die EAU empfiehlt, dass Männern eine risikoangepasste Strategie (basierend auf dem anfänglichen PSA-Wert) angeboten werden sollte, mit Nachuntersuchungsintervallen von zwei Jahren für diejenigen, die anfänglich gefährdet sind, wobei sie Männer mit einem PSA-Wert von schon über 1 ng/ml in diese Gruppe einschließen. Die neuen Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Screening-Intervall für Personen mit geringem Risiko bei minimalem zusätzlichem Risiko viel länger sein könnte. (Quelle: hhu.de)

Schwere Verläufe von Prostatakrebs

29.04.2024
Ausgabe 3/2024
2 min. Lesedauer

Wissenschaftler am „OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie“ haben eine Möglichkeit gefunden, um das Ansprechen auf eine Strahlentherapie und deren Erfolg vorherzusagen. Dafür schauten sie sich Tumorstammzellen an, deren Anzahl und Strahlenempfindlichkeit je nach Tumortyp unterschiedlich ist. Die Wissenschaftler widmeten sich speziellen Merkmalen der Tumorstammzellen, den Biomarkern. In Bezug auf den Prostatakrebs beschäftigten sie sich mit zwei Genen als Biomarker: mit den sog. Aldehyd-Dehydrogenasen (ALDH) ALDH1A1 und ALDH1A3. Eine erhöhte Aktivität der ALDH wird schon seit längerer Zeit mit Tumorstammzellen in Verbindung gebracht. Die Untersuchungen zeigten, dass ALDH-Gene das Überleben von Tumorzellen im Blutkreislauf und die metastatische Verbreitung regulieren und so die Resistenz gegenüber Strahlentherapie und das Bilden von Knochenmetastasen beeinflussen. Die Forscher wiesen damit nach, dass die Gene als potenzielle Biomarker für den Krankheitsverlauf bei Patienten mit Prostatakrebs dienen können: ALDH1A1 fördert das Überleben von Krebszellen im Blutkreislauf und auch deren Ausbreitung im Körper. Im Vergleich dazu spielt ALDH1A3 eine entgegengesetzte Rolle und beeinflusst diese Prozesse negativ. In Prostatakrebsgeweben, die sich bereits in andere Teile des Körpers ausgebreitet haben, stellten die Forscher unterschiedliche Mengen von ALDH1A1 und ALDH1A3 fest. Diese Rolle der ALDH-Gene wird durch ihr Zusammenspiel mit Androgenen in Prostatakrebszellen vermittelt. Daraus ergeben sich neue Chancen, um wirkungsvolle Therapien zu entwickeln, die auch gegen widerstandsfähige Tumorstammzellen helfen.

Vertragsarztrecht

29.04.2024
Ausgabe 3/2024
3 min. Lesedauer

Honorarkürzungen für TI-Verweigerer sind rechtens. Auf diesen kurzen Nenner lässt sich ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 06.03.2024 bringen, das eine Klage einer gynäkologischen Praxis abwies, der das Honorar wegen der Verweigerung, sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen, gekürzt worden war (Az. B 6 KA 23/22 R). Das Urteil war mit Spannung erwartet worden, da es Signalwirkung für alle Praxisinhaber hat, die bisher den Anschluss an die TI verweigern.

Registerstudie

22.04.2024
Ausgabe 3/2024
3 min. Lesedauer

Bei einem lokalisierten Prostatakarzinom hat man die Wahl zwischen verschiedenen Therapieoptionen wie radikaler Prostatektomie, perkutaner Bestrahlung, Brachytherapie oder aktiver Überwachung. Mit entscheidend für die Therapiewahl können die zu erwartenden funktionellen Ergebnisse im Langzeitverlauf sein, die in einer Registerstudie aus den USA [1] verglichen wurden.